Am 8. Juli 1908 hat eine Erfindung ihr Patent bekommen, welche seitdem nicht mehr aus dem Leben aller Kaffetrinker der Welt wegzudenken ist – und sie kommt aus Deutschland. Die Erfinderin war eine einfache Hausfrau aus Dresden, welche mit einer simplen Idee, einen Papierfilter zu verwenden, um den Kaffeesatz in Tassen zu vermeiden, zu Weltruhm gelangte.
Melitta Bentz war nicht die erste die sich darüber Gedanken machte, wie man den Kaffeesatz in den Tassen, der den Genuss des aromatischen Getränks doch trübte, filtern konnte. Aber sie war die Erste der auch eine funktionierende Lösung einfiel. Bewaffnet mit Hammer und Nagel stanzte sie Löcher in einen Messingtopf und legte ein Blatt Löschpapier hinein – Die Geburtsstunde des ersten Kaffeefilters.
Nach einigen Versuchen mit verschiedenen Papiersorten und zylindrischen Filterapparaten erhielt sie vor genau hundert Jahren ihren "Kaffeefilter mit auf der Unterseite gewölbtem und mit Vertiefung versehenem Boden sowie mit schräg gerichteten Durchflusslöchern" und dazugehörigem "Filtrierpapier" Gebrauchsmusterschutz.
Mit einem Startkapital von 73 Reichspfennig und in einem 40 Quadratmeter großen Zimmer begann die Produktion. In den nächsten 15 Jahren vergrößerte sich die Firma Schritt für Schritt. 1925 markierte Melitta ihre Filterpapierpackungen zum Schutz vor Nachahmungen mit der noch heute üblichen grün-roten Farbkombination.
1937 erhielt die Filtertüte dann auch ihre, heute noch übliche, Form. Die Form ist perfekt für Filterkaffee: Die Filtrationszeit stimmte, und das Aroma konnte sich nun optimal entfalten, ohne dass zu viele Bitterstoffe gelöst wurden.
Eine absolut perfekte Firmengründungsstory. Kontinuierliches Wachstum, Produktentwicklung und Verbesserung, Nachhaltigkeit im Ganzen.
Kann man draus lernen.