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Alternative Treibstoffe für den öffentlichen Regionalverkehr

abgelegt im Archiv Innovationen am 15.09.08

Über alternative Antriebsmethoden und Kraftstoffe für PKW und Co wird viel diskutiert, doch wie sieht es mit dem öffentlichen Verkehr aus? Auch dieser ist verantwortlich für einen hohen CO2-Ausstoß. Diesem Problem hat sich nun das Projekt "Alternative Treibstoffe und umweltschonende Antriebssysteme im öffentlichen Regionalverkehr" gestellt.
Alternative Treibstoffe für den öffentlichen Regionalverkehr
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Photo courtesy of iStockphoto, Skip ODonnell



Welche Treibstoffe könnten als Alternative zu Erdöl dienen und sind ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll? Vor allem: Wie kann der Umstieg auf neue Treibstoffe effektiv realisiert werden? Dafür arbeitet der Studiengang "Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement" der FH JOANNEUM zusammen mit der Mürztaler Verkehrsgesellschaft. Das Projekt wird in der Programmlinie "A3plus" vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) mit 70.000 Euro jährlich gefördert.

MVG Geschäftsführer Peter Cervenka und Gerhard Deutsch zum Projekt: "Als öffentliches Verkehrsunternehmen, dessen Fahrzeuge pro Jahr drei Millionen Kilometer zurücklegen und dabei 13 Millionen Fahrgäste befördern, sind wir uns unserer Verantwortung bewusst, diese Fahrleistungen nicht nur möglichst sicher, sondern auch weitgehend umweltschonend durchzuführen. Obwohl dabei jeder Fahrgast umgerechnet nur 0,56 Liter pro 100 km verbraucht, wollen wir auch in Zukunft umweltschonende Motoren, Antriebssysteme und Treibstoffe einsetzen, um unseren Beitrag zur Kohlendioxid-Reduzierung im Verkehr zu leisten."



Folgende Anforderungen müssen Alternativen zum bestehenden System erfüllen:
- Für das Verkehrsunternehmen soll die Organisation (Wartung, Instandhaltung) im täglichen Betrieb nicht schwieriger und zeitintensiver werden.

- Die entstehenden Kosten sollen auf demselben Niveau wie bislang gehalten oder minimiert werden.
- Die Emissionen sollen gesenkt werden.
- Die bei der Produktion und Verteilung von regenerativen Treibstoffen entstehende Wertschöpfung soll in der Region verbleiben.

Die Studie über die Alternativen und der daraus entwickelte Leitfaden können Beispielwirkung für andere Verkehrsunternehmen haben. Projektleiter Manfred Tragner: "Die Ergebnisse, die wir am Beispiel der MVG erarbeiten, werden eine aussagekräftige Entscheidungshilfe anbieten."
"Dieses Vorhaben im Bereich der umweltgerechten Energieversorgung stellt eine Kernkompetenz unseres Studiengangs dar", meint Studiengangsleiter Michael Bobik, "wobei wir grundsätzlich technische und wirtschaftliche Belange verknüpfen."

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Tags: nahverkehr  öffentlicher  verkehr  bus  straßenbahn  co2 

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