
In Deutschland sind Frauen (jedenfalls rechtlich) heute vollständig Emanzipiert. Frauen stehen nicht nur vor dem Herd, sondern dürfen auch Geld verdienen. Immer mehr Männer machen Babyurlaub. So weit so gut. In einigen Branchen herrscht jedoch noch die graue Vorzeit, man kann es ab und zu beobachten. So werden Frauen im Baumarkt oder Computerfachhandel oft anders bedient als Männer, Gott sei Dank wandelt sich das jetzt auch langsam. Zudem sind Frauen mitverantwortlich für viele Kaufentscheidungen der Männer.
In Canada ist man scheinbar schon etwas weiter, denn da findet man nun auch Autohändler, bei denen man sich gerne Zeit lässt. In Vancouver gibt es das autohaus Clutch, ein Ableger der autoONE-Company. Es gibt eine angenehme Atmosphäre, ein g'scheites Sofa (keine Plastikstühle am Schreibtisch), schöne Beleuchtung (keine Leuchtstoffröhren wie in der Werkstatt nebenan), eine Espresso-Maschine (keine Auswahl nur zwischen Kaffee oder Wasser), und so weiter. Hört sich nach einer Mischung aus Shopping und Bar an, ist aber tatsächlich ein Autohaus.
Spezialisiert auf die weiblichen Geschöpfe gibt es eine entsprechende Beratung, man diskutiert miteinander auf dem Sofa, nicht gegenüber am Schreibtisch. Probefahrten gehen auch mal über den ganzen Tag. Liebe Autohändler – übernehmt dieses Konzept. Es sind in diesem Fall viele kleine Dinge, die verändert werden müssten. Und doch haben sie eine enorme Wirkung. Sicherlich sind nicht alle deutschen Autokaufhäuser schlecht – richtig wohl gefühlt habe ich mich aber in noch keinem.
Oder was meinen Sie? Wo würden Sie lieber kaufen? In einem spartanischen Fließensaal oder in der entspannten Umgebung einer Lounge?
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