Der „stille" Kühlschrank
abgelegt im Archiv Technologie am 02.09.08
Der "Kühlschrank der Zukunft" könnte womöglich ohne nervigen Kompressor auskommen. Denn nicht mehr flüssige Kühlmittel, sondern Spezialkunststoffe sollen die Temperatur senken. Nach einem Bericht der Zeitschrift "Science" haben amerikanische Forscher den Grundstein dafür gelegt. Mit einem Polarpolymer und einer angelegten Spannung haben sie einen Temperaturabfall von 12 Grad erreicht.

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Das ist der erste Schritt für die Entwicklung eines Kühlsystems, das elektrische Felder nutzt", sagt Qiming Zhang, Elektrotechnik-Professor an der Pennsylvania State University in University Park. Die Forscher kombinierten zwei fluorhaltige Polymerarten zu einem flexiblen und ferroelektrischen Werkstoff, welcher auf Stromfluss reagiert. Im Labor kühlten Millionstel Millimeter dicke Filme ab sobald die Forscher eine Spannung anlegten.
Anwendungsreif ist diese Technologie jedoch noch nicht. Denn der Arbeitsbereich liegt noch bei 70 Grad Celsius. Liegt eine Spannung erkaltet der Kunststoff und gibt Wärme ab. Wird die Spannung wieder weggenommen läuft der Prozess umgekehrt. Zusammen mit einem Wärmetauscher, könnte dieses Polarpolymer für Kühlschränke und Klimaanlagen genutzt werden. Auch der Einsatz in Schutzanzügen für Feuerwehrmänner, in funktioneller Kleidung oder sogar in aktiv kühlenden Verpackungen wäre denkbar.
Auch in der Automobilindustrie suchen die Hersteller neue Kältemittel, da die Klimaanlagen in Autos den Treibhauseffekt um mindestens 270 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent verstärken.
Permalink: Der „stille" Kühlschrank
Tags: co2 kühlschrank klimaanlage kleidung kühlen Pennsylvania State University kühlmittel
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