Der „Zauberspiegel" für Einkaufsmuffel

Eine Erfindung für die Männerwelt: Kleiderkauf, ohne ständiges An- und Ausziehen. Forscher am Frauenhofer Institut haben einen digitalen spiegel entwickelt, der den Kunden mit wechselnden Kleidungsstücken zeigt, ohne dass diese anprobiert werden müssen.

Der „Zauberspiegel
Foto: dpa
Damit könnten langwierige Kleideranproben in engen Kabinen bald der Vergangenheit angehören. Forscher des Berliner Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik stellen den digitalen Spiegel derzeit auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin vor. Per Knopfdruck kann der Nutzer sehen, ob ihm das ausgewählte Kleidungstück auch steht.

Der Kunde wird von einer Kamera gefilmt und die Bewegung wird in Echtzeit auf das Display übertragen. Jede Bewegung und jeder Faltenwurf "spiegelt" sich dann auf dem Bildschirm dargestellt. Via Touchscreen kann der Kunde dann Design und Farben des Shirts auswählen. Auch Schattierung und Beleuchtung sind auf dem Display identisch zum Original.

"Wir berechnen die räumliche Bewegung der Projektion anhand eines zweidimensionalen Modells. So sparen wir uns eine Dimensionsrichtung für die Abschätzung und können sehr schnell die Bewegung schätzen", erklärte die Forscherin Anna Hilsmann. Das 2-D-Modell besteht aus einem Dreiecksnetz, was ausreichend für eine Vorhersage der Veränderung ist.

Die Kamera nimmt im Millisekundentakt Bilder auf und schickt diese an den Speicher, wo sie ausgewertet werden. Dann wird in die Visualisierung das neue T-Shirt eingebaut. In Zukunft soll man auch Brillen und Schmuck im digitalen Spiegel betrachten können.


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