Die Konsum- und Wirtschaftstrends 2007+

Die Konsum- und Wirtschaftstrends 2007+

Hassen Männer das Einkaufen wirklich? Wer profitiert von der Nischenökonomie? Welche Shopping-Locations werden 2025 top sein? Diese Fragen beantwortet der «Trendradar 1.07» des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI).

Die meines Erachtens wichtigsten Fakten der behandelten Entwicklungen habe ich einmal herausgelöst. Der Originalartikel ist auf jeden Fall eine Leseempfehlung und enthält noch weitere Beispiele und Erklärungen.

Marktpotenzial: Von der Masse zur Nische
Der klassische Angebots- und Nachfrage-Markt mit seinen limitierten Beständen ist ein Auslaufmodell. Nischenmärkte sind die Massenmärkte von morgen. Diese Nischenökonomie hat in nahezu jeder Branche Chancen.

Kundenvertrauen: Von der Transaktion zur Empfehlung
Das Vertrauen der Kunden in Hersteller, Händler und Expertenwissen nimmt stetig ab, während ihr Vertrauen in Meinungswissen aus dem Internet steigt. Um ihre Kunden zu überzeugen, müssen Internet-Unternehmen im Web 2.0 eine Transaktionsgeschichte vorweisen. Die Macht verschiebt sich zu den Usern.

Männer: Von Einkaufmuffeln zu Powershoppern
Männer shoppen zwar seltener, aber teurer. Auch investieren die Herren der Schöpfung heute zehn Prozent mehr in Kleider, als noch vor zwei Jahren. Und die Zuwachsrate dieser Ausgaben ist höher als bei den Frauen – die Jungen entdecken das gepflegte Aussehen.

Firmen: Vom Business zum «Über-Geschäft»
Drei Achsen werden die Entwicklung der nächsten Jahre bestimmen: nachhaltiges Wachstum, Differenzierung und Innovation. Verlässliche Partnerschaften, ein immer wieder hart erarbeiteter Vorsprung an Kreativität, Mut zum gesunden Risiko, Bereitschaft zu sozialer Innovation sowie der Schaffung von Werten, deren Erhaltung sich lohnt, werden unabdingbar und massgeblich den Geschäftserfolg beeinflussen.

Mode: Von Omas Strick zum virtuellen Hemd

High-Tech-Kleidung ist kein Privileg mehr von 007, Mode, Accessoires und Technik verschmelzen auch auf dem Massenmarkt. Doch auch Vertrieb und Marketing werden zunehmend digital.

Shopping-«Hot Spots»: Von der Mall zum Airport
Der zukünftige «Hot Spot» des Handels ist – der Bahnhof. Nicht mehr das Shopping-Center und die «grüne Wiese» werden 2025 erfolgreiche Locations des Handels sein, sondern hoch frequentierte, gut erreichbare Lagen, die Komfort und Erlebnis kombinieren. So erwartet die Experten einer GDI-Umfrage beim Sonderfall Bahnhof das grösste Wachstum. Desgleichen Flughäfen, wobei diesseits der Passkontrolle mit einem stärkeren Wachstum gerechnet wird als in der Passagierzone.

Werbung: Von der Breite in die Tiefe
Die Internet-Revolution ist in ihrer nächsten Phase, und die Verlierer des Web 2.0 sind die Gewinner von gestern. Unter den neuen Bedingungen alles durchdringender Partizipation und Vernetzung dreht sich Werbung nicht mehr um Konsumtrends, sondern um Kommunikationstrends im Aufmerksamkeitsmarkt. Käufer tauschen sich öffentlich über Produkte aus, Fans gestalten Werbespots, kurz: Kunden werden zu Markenbotschaftern. Es geht nicht mehr um die Breite, sondern um die Tiefe. Wer den Durchschnittskunden avisiert, liegt maximal daneben.

Was ist zu tun? Eine Möglichkeit: Gesprächsanlässe bieten, mitreden lassen, zuhören lernen und antworten.

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