Forscher beamen Strom über 148 Kilometer

Forscher haben erstmals gezeigt, dass Strom durch Hochfrequenztechnik über weite Entfernungen durch die Erdatmosphäre übertragen werden kann. Mittels Mikrowellen wurde Solarstrom zwischen den Inseln Maui und Hawaii über eine Distanz von 148 Kilometern übertragen.

Forscher beamen Strom über 148 Kilometer
© PHOTOS.COM / Jupiterimages
Das Experiment wurde bereits im Frühjahr von der Firma Managed Energy Technologies (MET) unter Geheimhaltung durchgeführt. Dahinter steckt ein ambitioniertes Ziel: Mittels dieser Übertragungstechnik soll Strom in Zukunft von orbitalen Kollektoren zur Erde "gebeamt" werden.

Bei dem Versuch sei zwar ein Großteil der Leistung auf dem Übertragungsweg verloren gegangen, was jedoch nicht an der Technik selbst gelegen haben soll, sondern an dem engen Budget von nur einer Millionen Dollar. Mit besseren Übertragungssystemen wäre die Ausbeute deutlich höher gewesen, so John Mankins, ehemaliger NASA-Mitarbeiter und aktuell Chief Operating Officer von MET.

Das Projekt habe aber gezeigt, dass schnell und günstig Fortschritte in Richtung weltraumbasierter Stromerzeugung erreicht werden können. Fernziel ist es, das unerschöpfliche Potential der Solarenergie mit Kollektoren in geostationärer Umlaufbahn zu nutzen. Mit Hilfe der Hochfrequenztechnik könnte der Strom an jeden Punkt der Erde übertragen werden.

Es gab bereits in den Siebziger-Jahren ein ähnliches Experiment, welches von der NASA betrieben wurde. Allerdings war die Übertragungsentfernung mit gut einem Kilometer nicht sonderlich hoch.


Comments

  1. Finn sagt:

    Hat Nikola Tesla das nicht auch schon einmal versucht? Na ja, ich glaube nicht, dass der Wirkungsgrad der Hochfrequenzenergieübertragung in den nächsten Jahren auf ein sinnvolles Maß steigen wird. Bis es dann vielleicht soweit ist, gibt es wahrscheinlich schon bessere Alternativen.
    Weißt du auf welcher Frequenz dieser Versuch durchgeführt wurde? Mikrowellen sind ja bekannt dafür, dass sie durch Resonanz Energie an z.B. Wasserteilchen abgeben.

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