Forscher haben Organe neu wachsen lassen
abgelegt im Archiv Innovationen am 12.09.08
Bei Labortieren haben Forscher etwas geschafft, wovon Diabetiker schon lange träumen: Direkt im Körper haben sie neue Insulin produzierende Zellen wachsen lassen. Als Grundlage dienten Bauchspeicheldrüzenzellen, welche genetisch umprogrammiert wurden.
Die Forscher an der Harvard-Universität sind dem Traum von neu wachsenden Organen einen Schritt näher gekommen, indem sie aus Bauchspeicheldrüsenzellen neue Zellen entstehen ließen, die Insulin produzieren. Dabei wurde erstmals kein Gewebe aus Stammzellen gezüchtet. Die gewünschten Zellen wuchsen direkt im Körper der lebenden Versuchstiere. Eine solche genetische Umprogrammierung gibt es in der Natur nur bei Amphibien, die sich neue Gliedmaßen wachsen lassen können.
Der Erfolg der Experimente lässt die Hoffnung auf eine Therapie gegen Diabetes zu. Bei dieser Krankheit produziert die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genug Insulin. Die neuen Zellen sahen aus wie natürlich gewachsen, jedoch reagieren sie nicht korrekt auf den blutzuckerspiegel, da sie relativ isoliert vor sich hinarbeiten und keine - Langerhanssche Inseln genannten - Zellverbände bilden.
Bisher gelten Stammzellen, welche aus umprogrammierten Körperzellen gewonnen werden als größter Hoffnungsträger für die Neuzüchtung von Körpergewebe. Dieser Durchbruch könnte ein direkter Weg dahin sein, meinen die Forscher.
Permalink: Forscher haben Organe neu wachsen lassen
Tags: gentechnik diabetes insulin
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Wong
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