GPU-Technologie erobert auch die Wissenschaft
abgelegt im Archiv Technologie am 05.11.08
Das Institut für Technische Informatik der Universität Heidelberg hat einen Grafikkarten-basierten Rechencluster in Betrieb genommen. Die Gesamtleitung von rund 17 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde reicht für eine Platzierung von "Kolob" unter den 150 schnellstens Rechnern der Welt.

© CipherSwarm
Im Gegensatz zu den herkömmlichen Prozessoren bieten GPUs eine enorme Leistungssteigerung für parallele Rechenaufgaben. Eine GPU kann bis zu 128 Rechenaufgaben simultan durchführen. Diese leistungsfähigen GPUs wurden zur Beschleunigung der Grafik bei Computerspielen entwickelt, doch jetzt finden sie ihren Einsatz immer mehr im wissenschaftlichen Bereich, der höchste Rechenleistungen erfordert.
"Kolob" soll die Entstehung von Sternen und die dynamische Entstehung von Sternenhaufen simulieren. Mit Hilfe des GPU-Clusters erwarten die Forscher eine erhebliche Beschleunigung der Rechnungen. Im Bereich der nummerischen simulation befindet sich die GPU-Technologie noch in den Kinderschuhen, aber das Potential ist da und die Entwicklung wird in Zukunft verstärkt investiert.
Tags: cluster gpu heidelberg rechenzentrum kolob
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Wong
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