Mitfahrzentralen gibt es bereits viele. Doch was den innerstädtischen und regionalen Bereich betrifft, haben sich Fahrgemeinschaften bis jetzt meist im Freundeskreis, oder im Social Network gebildet. Diese Marktlücke haben sich die Gründer von CITYPendler zu Nutze gemacht.
Am 09. Juni ging ihre kostenfreie Plattform www.citypendler.de online. "Als Ã-ko-Startup wollen wir vor allem im täglichen Nahverkehr eine Alternative bieten, die den Geldbeutel und die Umwelt schont", betonen die Gründer. Immerhin gibt es bundesweit 25 Millionen Pendler, die weniger als 25 Kilometer fahren.
Die Startinvestitionen sind recht überschaubar: 5,- Euro kostet das Hosting ihrer Webseite, die AGB hat ein bekannter Rechtsanwalt zum "Freundschaftspreis" erstellt. Selbst kostspielige Werbung haben die Gründer nicht nötig. "Wir hatten eine tolle Publicity in einigen Regionalmedien. Und unsere Pressemeldungen durften wir über die TU-Pressestelle verschicken" so die Berliner Unternehmer. Unterstützt wird das StartUp unter anderem vom Bund der Energieverbraucher sowie namhaften TU-Verkehrswissenschaftlern wie Professor Andreas Knie.
Bereits in den ersten zwei Monaten hatte ihre Webseite rund 10.000 Besucher. Die Fahrer können den Preis für ihre Strecke selber festlegen. Eine durchschnittliche Berlin-Tour von 8 – 10 Kilometer kostet zwischen 50 Cent und 1,50 Euro. Das deckt die Benzinkosten, denn Gewinn dürfen die Fahrer nicht machen, sie kämen sonst mit dem Taxigewerbe und dem Personen-Beförderungsgesetz in Konflikt.
Wie das StartUp aber nun Gewinn macht, ist mir ein Rätsel. Auf der Webseite ist zwar Werbung geschaltet, aber die dürfte wohl rein kostendeckend sein. Aber es zeigt sich wieder mal, wie eine einfache Idee als erfolgreiche Basis für ein StartUp dienen kann.