Kegeln und Geschicklichkeitsspiele gegen Parkinson

Man muss kein Ingenieur sein um neue Erfindungen zu machen. Die meisten praktischen Erfindungen kommen aus dem Alltag und dem Hobbykeller. Der Erfinder Herbert Wachholz ist seit 30 Jahren leidenschaftlicher Kegler. Nun hat sich der Hobby-Tüftler etwas einfallen lassen: Eine Kegelhilfe. Der Grund dafür ist, dass es in vielen Kegelvereinen immer mehr ältere Mitglieder gibt, die zunehmend auch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben. "Das Bücken fällt einem dann schwer, auch die Kraft in den Armen lässt nach", so Wachholz.

Seine Erfindung ist eine Rampe für die Kegelbahn. Diese wird vor der Bahn aufgestellt – dann kann die Kugel ganz einfach von der Rampe auf die Bahn gestoßen werden. Doch nicht nur die Kegelrampe ist eine von Wachholz's Erfindungen. Vor 15 Jahren wurden bei dem Wahler Parkinson festgestellt. Seitdem kämpft er energisch dagegen an. Und das geschieht bei dem 69 jährigen auf eine ganz kreative Weise: Er bastelt praktische Lebenshilfen – wie eben die Kegelrampe – aber er entwickelt auch neue Geschicklichkeitsspiele, welche eine ruhige Hand, Reaktionsvermögen und Konzentration erfordern. So sind diese bestens geeignet, den Fortlauf der Parkinson-Krankheit zu bremsen.

Kegeln und Geschicklichkeitsspiele gegen Parkinson
Bild: bode

Im Laufe der Zeit hat sich bei Herbert Wachholz ein ganzes Sammelsurium angehäuft. Ein paar Auszüge:

Geschicklichkeitsspiele mit Kugeln: Es geht darum die Kugeln auf einer Holzvorrichtung in Löcher zu bewegen, oder eben diese zu umgehen. Bei einem anderen Spiel muss eine Kugel mit zwei Eisenstangen bergauf geführt werden. Styropor-Pfandkuchen in einer Pfanne wenden, oder Plasteäpfel pflücken. Man sieht, man kann auch mit einfachen aber genialen Mittel gegen diese Krankheit ankämpfen und die Lebensqualität sichern.
Und der beste Beweis dafür ist Wachholz selbst. Wie könnte er sonst nach 15 jähriger Parkinson-Krankheit noch eine solche Konstruktion, wie die Kegelrampe bewerkstelligen.


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