Methanhydrat – Energiequelle der Zukunft? (Teil 1/3)

Der weltweite Verbrauch an Erdöl und erdgas steigt immer weiter und die Rohstoffe werden immer knapper und teurer. Doch vielleicht liegt die Lösung der Energieprobleme auf dem Grund des Ozeans. Denn dort Lagern gewaltige Vorkommen an Methanhydrat. Jetzt haben deutsche Ingenieure begonnen den Schatz zu untersuchen.

Methanhydrat besteht aus einer festen Verbindung von Erdgas und Wasser, welches bei den niedrigen Temperaturen und unter hohem Druck gefriert. Dass diese Vorräte einige hundert Meter unter der Wasseroberfläche lagern, ist schon länger bekannt, dennoch ist der technische Aufwand zur Bergung wirtschaftlich nicht rentabel. Jedoch ist die mögliche Energiegewinnung sehr hoch: Ein Kubikmeter Methanhydrat enthält 163 Kubikmeter Erdgas.

Methanhydrat - Energiequelle der Zukunft? (Teil 1/3)
Photo courtesy of iStockphoto, Andrew Penner

Ablagerungen von Methanhydrat sind vor allem an den Kontinentalrändern zu finden, wo Flüsse große Mengen an organischer Materie in den Ozean spülen. So finden sich die größten Lagerstätten an den Küsten von Brasilien, China, Japan und Korea. Aber auch an den Küsten von Großbritannien und Norwegen sind größere Mengen der Energiereserve zu finden. Experten schätzen, dass die Energiereserven an Methanhydrat größer sind, als alle bekannten Vorräte von Erdgas, Erdöl und Kohle zusammengenommen.

Seit der Rohölpreis die 100 Dollar-Marke für ein Fass überschritten hat, sind die verborgenen Energievorräte am Meeresboden interessant geworden. In einem Verbundprojekt – Sugar (Submarine Gashydrat Lagerstätten) genannt – untersuchen sieben wissenschaftliche Einrichtungen unter der Leitung des Kieler Meeresforschungsinstituts IFM-Geomar, welche Technologien für eine wirtschaftliche Förderung nötig wären.


Comments

  1. Christoph@LG sagt:

    Leider ist auch das Methanhydrat wieder ein nicht erneuerbarer Rohstoff, selbst wenn er abgebaut werden sollte, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder vor demselben Problem stehen, wie heute.

  2. Robert sagt:

    Du hast Recht! Endgültige Lösung ist auch das nicht. Und ich glaube auch nicht, dass ich (Ich weiß nicht wie alt du bit, deswegen sag ich jetzt mal nicht wir) eine endgültige Lösung miterleben werden. Der Energiehunger wächst immer weiter und alternative Quellen werden diesen nicht einmal ansatzweise decken können. so sieht es leider aus.

Submit a Comment