Gleichzeitig erforscht das Verbundprojekt die Möglichkeit flüssiges CO2 in die geleerten Lagerstätten zu leiten um es für längere Zeit am Meeresboden zu binden. Damit soll das Treibhaugas der Atmosphäre entzogen werden: "So könnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wir würden das klimaschädliche CO2, das beim Betrieb von Kohlekraftwerken entsteht, sicher im Untergrund speichern und gleichzeitig einen neuen Brennstoff fördern," sagt Christian Brücker, Koordinator für Forschung und Entwicklung bei der RWE-Tochter Dea in Hamburg.
Um Lagerstätten aufzuspüren werden Schiffe eingesetzt, welche mit hydroakustischen Echoloten ausgestattet sind. Die Schallwellen durchdringen den Meeresboden und werden von den unterschiedlichen Schichten reflektiert. Die zurückgeworfenen Schallwellen verraten den Forschern wo und wie viel Gashydrat im Boden ist.

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Ist erst eine Lagerstätte ausgemacht, stellt sich die Frage wie man das Vorkommen praktikabel und sicher an die Oberfläche bringen kann. Gashydrate sind nur bei niedrigen Temperaturen und hohem Druck stabil. Kommen sie mit der Luft in Kontakt zersetzen sich die Stoffe.
Eine Möglichkeit wäre es, das Methan die eishaltigen Schichten im Meeresboden mit warmen Meerwasser aufzutauen. Das Gashydrat taut auf und gibt das Methan frei. Dieses könnte dann an die Oberfläche befördert werden. Entwickelt wurde diese Technik in Deutschland am Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik. Die Technologie soll nun erprobt werden.
Eine andere Idee ist es, dass Methan aus dem Gashydrat mit Hilfe bestimmter Polymere herauszulösen, welche auch bei dem Transport von Erdgas durch Pipelines zugegeben werden. Damit wird verhindert, dass die Pipelines durch Methanhydrat verstopfen. Ob die Methode auch taugt um das Methan aus dem Gashydrat zu lösen muss jetzt erst noch erprobt werden.