Methanhydrat – Energiequelle der Zukunft? (Teil 3/3)

Nicht nur in Europa gibt es Pläne das Gashydrat als Energiequelle zu verwenden. Auch in japan beschäftigt sich man mit dieser Möglichkeit. Engineering- und Schiffbaukonzern Mitsui hat bereits eine Pilotanlage errichtet, in der Gashydrat zu festen Pellets gepresst wird. Das würde den Transport des instabilen Gemisches wesentlich vereinfachen. Der Energieträger ließe sich bei minus 20 Grad sicher transportieren.

Auch in den USA gibt es entsprechende Pläne. Im Golf von Mexiko und an der Pazifikküste gibt es große Vorkommen. Die größte Lagerstätte schlummert aber in den Permafrostböden von Alaska. Das U.S. Department of Energy hat die nationalen Gashydratvorkommen, als die größten des Landes eingestuft. Gelänge es den USA diese anzuzapfen könnte der zukünftige Verbrauch des Landes komplett aus den eigenen Vorkommen gedeckt werden.

"Gashydrat ist eine Energiequelle für übermorgen", so Christian Brückner. "Aber wir wollen von Anfang an dabei sein, denn das Potenzial ist riesig." Die Erschließung von marinen Vorkommen, sowie die Gewinnung des Methanhydrat aus dem Permafrostboden ist technologisch noch nicht im großen Stil machbar. Es wird also noch eine Weile dauern, bis das erste Gas aus dem Eis gefördert werden kann.


Comments

  1. Klaus sagt:

    Aber es is auch nur wieder ein fossiler Brennstoff und stößt auch wieder CO und CO2 beim Verbrennen aus.
    Die Forschung bei Nutzung von Wasserstoff sieht ja schon sehr vielversprechend aus. Ich würde sagen, man soll sich mehr auf DAS konzentrieren…

  2. Robert sagt:

    Hallo Klaus!

    Und wie wird Wasserstoff hergestellt? Heute immer noch meist aus Erdöl/Erdgas! Dabei entsteht 95% reines CO2 und 99,99% reiner Wasserstoff. Also auch keine Alternative, solange wir keine andere Möglichkeit der Produktion finden.

    MfG
    Robert

Submit a Comment