Mikrochip mit minimalem Energieverbrauch

Ein neu entwickelter Mikrochip ist mehr als nur genügsam: Im Ruhezustand verbraucht er ein 30-Tausendstel des Energiebedarfs eines herkömmlichen Chips. Das bietet sich gerade für Sensorsysteme an, die die meiste Zeit ihres Lebens schlafen um dann ab und an mal ein paar Werte zu messen.

Erreicht wird die Energieeinsparung durch technische Einschränkungen, welche aber die Hauptfunktionen des Chips nicht beeinträchtigen. So ist zum Beispiel Sensorsystemen egal, ob dieinnere Uhr um eine Zehntausendstel Sekunde abweicht. Der neue Chip verbraucht im Ruhemodus nur ein 30-Tausendstel der Energiemenge, die ein herkömmlicher Chip im aktiven Modus benötigt. Daher ist der Chip besonders für Systeme geeignet die autonom arbeiten und lange Zeit im Ruhezustand verweilen. Anwendungsgebiete wären unter anderem Umweltsensor-Netzwerke, Überwachungssysteme oder medizinische implantate. Solche Chips sind zu 99 Prozent inaktiv und "wachen" nur für kurze Messungen auf.

Im Schlafmodus verbraucht der Phönix-Chip nur 30 Picowatt und arbeitet mit 0,5 Volt anstatt der üblichen 1,2 Volt. Auch ist die Herstellung dank der kompakten Größe äußerst günstig. Derzeit wird an einer Anwendung gearbeitet, die den Augeninnendruck bei Glaukompatienten misst. Präsentiert wird der neue Chip, der mit einer Dünnfilm-Batterie auskommt, die nicht größer ist als der Chip selbst – nämlich 1 Quadratmillimeter – auf der einer Tagung des US-Elektronikinstituts IEEE.


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