Mikrokugeln schützen vor Rost
abgelegt im Archiv Technologie am 01.09.08
Ein unbemerkter Kratzer und Rost ist praktisch vorprogrammiert. Jetzt ist es einer Forscherin an der Universität in Stuttgart gelungen, winzige Rostschutzkugeln ein einen Metallmantel zu hüllen. Bei Kratzern im Metall setzen diese mikroskopisch kleinen Kugeln ein Rostschutzmittel frei.
Die kleinen Kugeln enthalten ein Gemisch aus Öl und Rostschutzmittel und kommen ursprünglich von der Universität Duisburg-Essen. Dr. Claudia dos Santos von Universität Stuttgart ist es jetzt gelungen diese in einen Metallmantel zu hüllen. In einer dünnen Schicht würde diese Mischung dann auf die eigentlich zu schützende Oberfläche aufgetragen werden.
Die Kügelchen sind winzig: Ihr Durchmesser beträgt gerade mal 0,1 Mikrometer. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist rund 35 bis 60 Mikrometer dick.
Das Projekt wird von der VW-Stiftung mit 435.000 Euro gefördert und läuft bereits seit einem halben Jahr. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. So können bei Fahrzeugen die Oberflächen bei Kratzern geschützt werden. Aber auch bei beweglichen Teilen können die kleinen Kugeln eingesetzt werden. Wenn durch eine Panne beispielsweise das Öl zur Schmierung fehlt, könnten diese kleinen Kugeln ernsthafte Schäden vermeiden, indem sie einen "Schmierfilm" freisetzten.
Dabei ist die Idee nicht einmal neu. Bereits vor 10 Jahren gab es ähnliche Projekte, welche aber nicht von Erfolg gekrönt waren, da die Kugeln, welche die Flüssigkeiten enthalten sollten, einfach zu groß waren.
Permalink: Mikrokugeln schützen vor Rost
Tags: rostschutz universität stuttgart vw stiftung Rostschutzmittel Dr. Claudia dos Santos
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Wong
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