Mini-Atomreaktor für den „Hausgebrauch"

Innerhalb der nächsten 5 Jahre wird ein Mini-Kernreaktor frei verkäuflich sein. Mehrere Firmen, darunter auch Toshiba, wollen jedem Menschen seine "persönliche" Atomkraft ermöglichen. Diesmal hinken die Zukunftsvisionen der Wirklichkeit hinterher.

Die Regierung der USA hat die Technik bereits lizensiert, mit der Hyperion plant einen Mini-Kernreaktor auf den Markt zu bringen. Dieser Hybrid-Reaktor hat etwa die Größe eines Whirlpool und läuft vollkommen autark. Bewegliche Teile gibt es nicht und das System soll wartungsfrei funktionieren. Der Reaktor stößt 27 Megawatt aus, ausreichend für 20.000 Haushalte, so Hyperion Energy. Die ersten Reaktoren sollen in 5 Jahren das Fließband verlassen.

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Bild: Hyperion Energy

Im Gegensatz zu den üblichen Reaktoren nutzt das Hyperion-Modell kein Wasser zur Kühlung. Zudem ist er so konzipiert, dass er in Beton gegossen und vergraben werden kann. Aller 7 bis 10 Jahre muss der Reaktor wieder ans Tageslicht geholt und neu bestückt werden, kann aber sonst vollkommen wartungsfrei arbeiten. Die geringe Größe macht ihn ideal für kleine abgelegene Ortschaften – oder Googles neuen Serverfarmen im Ozean… Der Reaktor verwendet einen Uran-Hybrid-Kern. Das Material ist nicht angereichert, eignet sich also nicht zum Bau von Waffen.

Auch Toshiba will einen eigenen Mini-Reaktor bauen, mit 10 Megawatt Leistung. Der Reaktor hat den Namen "4S" bekommen – "super-safe, small, and simple". Dieser Reaktor soll sogar 30 – 40 Jahre vollkommen autark arbeiten können. Eine Testversion des Reaktors soll 2012 in Alaska in einem Dorf namens Galena ans Netz gehen.

Doch wie sieht es mit der Entsorgungsfrage aus? Da hat man noch nicht viel von gehört. Ist ja nicht so, dass man die Brenn-Elemente im Hausmüll entsorgen kann.


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