Nationalakademie Leopoldina - Das wissenschaftliche Hirn Deutschlands
abgelegt im Archiv Sonstiges am 16.07.08
In Halle sitzt die Nationale Akademie der Wissenschaften Deutschlands. Doch für was wird die überhaupt gebraucht und warum ist es Leopoldina geworden?
Am Montag übertrug die Forschungsministerin Annette Schava der wissenschaftlich ausgerichteten Leopoldina neue Aufgaben. Die neue Akademie stellt ab sofort das zentrale Organ der Wissenschaft der Bundesregierung dar und soll diese beraten und die deutsche Wissenschaft im Ausland repräsentieren.
Die Nationale Akademie ist eher eine virtuelle Angelegenheit. Sie hat zwar ein Büro, allerdings sind ihre Mitglieder weltweit verstreut. Die wichtigste Aufgabe besteht deshalb darin ihr Wissenschaftsnetzwerk zu verwalten. Deutschland unterhält acht Akademien und damit mehr als jedes andere Land. Woanders sind Akademien bereits seit 350 Jahren national organisiert, wie etwa die Royal Society in Großbritannien.

© 2008 Financial Times Deutschland, © dpa
Politiker müssen heute immer komplexere Themen lösen - egal ob das den Umweltschutz oder das Gesundheitswesen angeht. Die Entscheidungsträger sind immer mehr auf Expertisen aus der Wissenschaft angewiesen. Und da es einfacher ist, einen Sachverständigen zu haben, als viele verschiedene, soll nun die Leopoldina diese zentrale Aufgabe übernehmen und den nationalen Sachverstand bündeln. Auch international verspricht man sich ein größeres Gewicht, wenn die deutsche Wissenschaft mit einer zentralen Akademie vertreten ist.
Die Wissenschaftler wollen in vielen Zukunftsfragen mitmischen, aber auch den Politikern nicht die ganze Arbeit abnehmen. "Wir produzieren keine Blaupausen für die Politik, sondern wir versuchen nur, die Entscheidungsträger in unserem Land aufzuklären", sagt Präsident ter Meulen. Bisher hat sich die Leopoldina eher mit Spezialthemen wie Schutzimpfungen beschäftigt und muss sich nun auf ihre neue Aufgabe umstellen. Dafür wurde ihr etat zwar auf 4 Millionen Euro angehoben, was aber im Vergleich zur Royal Society mit 54 Millionen Euro eher mager ist.
Tags: Leopoldina nationale Akademie der wissenschaften Annette Schava Forchung Wissenschaft
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Wong
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Kommentar von:
steve
(16.07.08 12:32 Uhr)
so etwas wie die narrenakademie ;)
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