Um etwas zu Verschlüsseln braucht man ein Zentrales Element: Den Schlüssel. Kann ein Hacker diesen ermitteln, kann er auch den chiffrierten Text entziffern. Ein Schlüssel, der nur einmal verwendet wird, erweist sich somit als der Sicherste, da er dem Angreifer keinen mathematischen Ansatzpunkt zur Berechnung bietet. Also muss er auch absolut zuverlässig übertragen werden können – immer noch eine Schwachstelle.

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Hier kommt die Quantenkryptografie ins Spiel: Sie ist abhörsicher, da sie nicht auf der Rechenleistung von Computern beruht, sondern auf physikalischen Gesetzen. Bereits 1972 fand der deutsche Physiker Werner Heisenberg heraus, dass es nicht möglich ist Quantenobjekte – zum Beispiel Photonen – zu beobachten ohne diese zu verändern. Und Photonen – also Licht – werden heute in Glasfaserkabeln zur Datenübertragung genutzt. Ein Angreifer kann diese Lichtimpulse "abhören" indem er eine kleine Anzahl Photonen herausgreift. Bei der Quantenkryptografie wird nun die Anzahl der Photonen auf ein Minimum reduziert: Auf ein Einizges. "Berührt" der Spion dieses, wird es gemäß der Heisenbergschen Unschärferelation verändert und der Eingriff wird erkannt.
Diese Verschlüsselungstechnik kann nicht geknackt werden, da sich der Schlüssel nicht kopieren lässt. Momentan stehen die Forscher jedoch noch vor einem praktischen Problem: Die Übertragung funktioniert nur über eine Entfernung von maximal 100 Kilometern. In drei bis vier Jahren soll die Technik jedoch ausgereift sein und auf dem Markt angeboten werden. Potentielle Kunden wären in Zukunft Großbanken, staatliche Stellen oder das Militär.