Roadrunner & Co: Was die schnellsten Supercomputer leisten

Letzten Monat wurden die 500 stärksten Supercomputer in Dresden gekürt. Und zum ersten Mal wurde die Petaflop- Marke geknackt. Der schnellste Rechner namens Roadrunner schafft mehr als eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde.

Roadrunner & Co: Was die schnellsten Supercomputer leisten
Platz 1 IBM Roadrunner – © IBM / Feature Photo Service

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Platz 2: IBM Blue Gene/L

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Platz 3 IBM Blue Gene/P – © DPA

Um Insider zu elektrisieren genügen zwei kleine Silben "Pe – ta" – Diese stehen für eine Zahl mit 15 Nullen. Flops bedeutet "Floating Point Operations Per Second". Der schnellste Supercomputer schafft tatsächlich eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde und führt damit die Liga der Number-Cruncher an. Gebaut wurde er von IBM für die amerikanische Regierung.

Doch wofür wird soviel Rechenleistung benötigt? Etwa um die räumlich Struktur eines Proteins aus einer chemischen Formel zu berechnen. So können mit Computerhilfe neue Medikamente entwickeln zu können, die wie ein Schlüssel zu einem bestimmten Protein passen und dessen unerwünschte Funktion unterbinden. Aber da der Roadrunner für die amerikanische Regierung gebaut wurde, soll er natürlich auch Atomexplosioenn simuieren.

Auf einem der vorderen Plätze befindet sich auch ein System welches mit tausenden vom AMD-Chips und Cell-Prozessoren arbeitet – ganz ähnlich, wie sie auch in der Playstation 3 zum Einsatz kommen. "Die waren sich wohl am Anfang gar nicht bewusst, welches Potenzial in diesen Prozessoren steckt", bemerkt Meuer. Und Jim Tully vom Marktforschungsunternehmen Gartner analysiert: "Die Unterhaltungselektronik wird zunehmend zur treibenden Kraft in der Prozessorentwicklung."

Nach dem die Petaflop-Marke nun geknackt wurde, müssen sich die Forscher neue Ziele setzen. Nach dem "Mooreschen Gesetz" ist mit dem ersten Exaflop-Rechner 2019 zu rechnen.


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