RoboCup – Schon längst keine Spielerei mehr

Lange wurde der RoboCup als bloße Spielerei abgetan. Doch jetzt sehen Forscher aus aller Welt die kickenden Roboter als die hohe Kunst der modernen Robotik an. Und bis zum Jahr 2050 sollen die autonom agierenden Maschinen besser spielen als Menschen. Genauer gesagt hat man sich das Ziel gesetzt, ein Roboterteam nach geltenden Fifa-Regeln gegen den amtierenden Weltmeister auf das Feld zu schicken.

RoboCup - Schon längst keine Spielerei mehr
Foto: Xinhua-/Landov
Doch ganz so ernst wird das Vorhaben doch nicht überall genommen, findet doch die wirkliche Forschung und Entwicklung immer noch beim Militär statt. Auch dort gibt es klare, quantitative Vorgaben: Im Jahr 2015 sollen ein Drittel der Bodenfahrzeuge unbemannt sein. Um das zu erreichen werden Wettbewerbe wie das "Grand Challenges", das "European Land-Robot Trial" oder das "Urban Challenge" veranstaltet.

Unbefestigte und staubige Wüstenwege und komplexe Straßensysteme in der Stadt sind doch wirklichkeitsnäher als einfach ein strukturiertes Fußballfeld beim Roboterfußball. Dennoch gewinnt dieses Robotermatch immer mehr an Bedeutung, vor allem für den zivilen Bereich. In fünf Jahren könnte es bereits soweit sein, dass niemand mehr ernst genommen wird, der seine Roboterprodukte nicht dem unerbittlichen Test dieses Wettbewerbs unterworfen hat.

Heute werden neu entwickelte Roboter meist im Labor, oder auf Messen vorgestellt. Dort herrschen Bedingungen, die die Entwickler selbst kontrollieren können. Eine Umgebung, die für alle gleich ist und nicht von den Entwicklern beeinflusst werden kann ist da doch viel aussagekräftiger. Ob der Werbeslogan, dass Roboter gegen Menschen antreten sollen, in die Tat umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Jedoch könnten Roboter in 40 Jahren ebenso "beweglich, planvoll und entscheidungsstark" spielen, wie Menschen – zumindest sagen dies die Forscher voraus.


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