Rote Blutkörperchen aus embryonalen Stammzellen

Forschern in den USA ist es erstmals gelungen Rote Blutkörperchen aus embryonalen Stammzellen zu gewinnen. Dieser erste Erfolg gibt Hoffnung, dass einmal große Mengen an roten Blutkörperchen der Blutgruppe Null hergestellt werden können. Das hat den Vorteil, dass die Spende von jedem Empfänger vertragen wird.

Das britische Magazin "New Scientist" berichtet, dass die Wissenschaftler um Robert Lanza zum ersten Mal Rote Blutkörperchen aus embryonalen Stammzellen hergestellt haben. Dazu haben sie die Stammzellen zuerst speziellen Nährstoffen und Signalproteinen "gefüttert". So wurden diese zu Vorläufern uns dann zu ausgewachsenen Blutzellen.

Rote Blutkörperchen aus embryonalen Stammzellen
Photo courtesy of iStockphoto, Bogdan Pop

Dabei sei die bedeutendste Entdeckung, dass die Blutzellen ihren Zellkern ausgestoßen haben, wie es auch im Körper bei der Reifung passiert. "Experten sagten, das ist unmöglich, und wir waren selbst sehr überrascht, als es klappte", sagte Lanza. Der Schlüssel dafür war wahrscheinlich, die Blutkörperchen auf bestimmten Bindegewebsschichten aus dem Knochenmark wachsen zu lassen, wo sie auch im Körper produziert werden.

In Laborversuchen haben die Blutkörperchen sogar Sauerstoff transportiert. Jetzt stehen erste Test in Tierversuchen an. Der Erfolg gibt Hoffnung, dass einmal große Mengen an roten Blutkörperchen der Gruppe Null hergestellt werden können. Dieses "neutrale" Blut könnte jedem Patienten gegeben werden. Diese Blutgruppe ist selten: In Europa haben nur 8 Prozent der Menschen die Blutgruppe, in Asien sogar nur 0,3 Prozent.



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