Als Google seinen eigenen Maildienst gmail startete, überholten sie die Konkurrenten in einem Zug. Denn auf einmal hatte man ein neues Websystem, Nachrichten wurden in Konversationen abgespeichert, man konnte sie sinnvoll durchsuchen. Aber ein ganz wesentlicher Fakt war der Speicherplatz: Es gab über 2 GB, Sekunde für Sekunde wurde es mehr. Ein Löschen von Nachrichten ist so eigentlich nicht mehr notwendig. Bei Anbietern wie Web.de mit 12 MB Speicherplatz kann man da nur müde lächeln.
In einer unangekündigten Nacht- und Nebelaktion verbesserte Google das GMail-System nun noch einmal. Einerseits gibt es eine dicke Speicheraufstockung auf knapp 4,4 GB, andererseits wurde die IMAP-Unterstützung aktiviert.
Mit IMAP ist es möglich, Mails von verschiedenen Geräten aus abzuholen, dabei ist jedes Gerät auf den aktuellen Stand wie das Postfach. Praktisch wenn man neben den Desktop noch ein Smartphone nutzt. Es wurden also wirklich Features aktiviert, die einen echten Zusatznutzen bieten und somit noch mehr Nutzer von anderen Webmailern wegziehen werden.
Was aber immer noch ein bisschen im Dunkeln bleibt, ist die Verwendung der Emails auf dem Server seitens Google. Denn die Mails werden von den Google-Spidern durchsucht – lt. Google um spezifische Werbung einzublenden. Oder entsteht dank Google vielleicht der wahre, gläserne Mensch?