
Turtmann ist ein kleines Dorf in der Schweiz, geprägt von historischen Steinbauten. Vor Jahrhunderten gehörte es zu den wichtigsten Etappenorten im Wallis, es siedelten sich viele wohlhabende Familien an und es entstanden wunderschöne Patrizierhäuser des 16. und 17. Jahrhunderts.
Doch irgendwann wollten die nachfolgenden Generationen nicht mehr in Turtmann leben und verließen das einsame Dorf. Die Folge sind leerstehende Gebäude, die dringend nach neuen Eignern suchen, um den Erhalt der historischen Bausubstanz sichern. Um die Vermittlung und um den Erhalt kümmert sich die Stiftung Altes Turtmann, welche in letzter Zeit mit einer tollen Aktion für Schlagzeilen in der ganzen Schweiz sorgte.
Am 8. Juni bekam nämlich ein verlassenes Haus, das Blatterhaus, in Turtmann einen neuen Besitzer, beziehungsweise gleich mehrere, denn eine Familie durfte einziehen – das haus gab es geschenkt. Voher musste sich Familie Küng-Lisibach unter 7 weiteren Bewerbern durchsetzen. Als Gegenleistung wird die Familie das Haus renovieren und damit vor dem sicheren Verfall retten. Bereits im Sommer 2008 soll alles fertig sein.
Ein Deal, von dem alle Profitieren und eine Aktion, die zum nachahmen anregt. Denn auch in Deutschland stehen viele Gebäude leer, darunter viele historisch Wertvolle.