Waschsalon im Gründerzeit-Stil

Im Takt des Wiener Walzer schreitet der Kunde im Waschsalon von Freddy Leck, im Berliner Stadtteil Moabit, über einen Läufer zu den modernen Waschautomaten. Auf den Regalen finden sich Gläser mit selbst kreierten Waschpulvern, die der Gründer konsequent "Freddy Leck seine Waschmittel-Edition" nennt.

"Ein großes Unternehmen produziert unsere Mischungen eigens für uns. Kürzlich habe ich das Produkt in Dortmund auf einer Messe vorgestellt. Es kam so gut an, dass es demnächst in 30 Städten in Nordrhein-Westfalen verkauft wird", verrät Freddy Leck. Auf der Packung steht "Berlin macht schön" und dafür hat der Gründer auch eine rührige Erklärung: "Ich möchte das Pulver bald in Geschenkeshops als Souvenir für Touristen anbieten. Dann kann die Touristin aus Wattenscheid ihren Freundinnen daheim etwas Originelles von der Spree mitbringen."

Im Waschsalon trifft Alt auf Neu: Man kann seine Wäsche nach dem Waschgang im Walzertakt bügeln. Wer dagegen nur waschen möchte, kann es sich in der Zwischenzeit vor einem großen Flachbildfernseher gemütlich machen, oder seinen Laptop anschließen und kostenlos im Internet surfen. Auch den richtigen Standort hat der Jungunternehmer anscheinend gefunden: "Vormittags kommen die Hausfrauen, abends die Studenten. Die soziale Mischung gefällt mir hier besser", betont Leck.


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