Wie das Wirtschaftsmodell Spam funktioniert hat ein Team von US-Informatikern studiert. Um zu authentischen Ergebnissen zu kommen, sind sie zeitweise selbst unter die Spammer gegangen.
Kaum ein Internetuser entgeht der Pest, die sich Spam nennt. Es vergeht kein Tag an dem der virtuelle Briefkasten nicht überläuft mit Angeboten, die man weder will noch braucht. Lässt sich damit wirklich soviel Geld verdienen, dass man sich gern die Internetnutzer der ganzen Welt zum Feind macht? Die Streuung ist dermaßen hoch, dass auf 12,5 Millionen versendeten Spam-Mails nur eine Bestellung kommt. Das entspricht einer Erfolgsquote von 0,00001 Prozent.
Damit diese Studie durchgeführt werden konnte, mussten die Informatiker selbst zu Spammern werden. Sie verschafften sich Zugang zum Botnetz "Storm" und verschickten über 76.000 infizierte Rechner ihre Spam-Nachrichten.
Sie verschickten zwei Arten von E-Mails: Eine simulierte, wie über das Netzwerk die Malware verbreitet wird, eine zweite wirbt für Viagra. Insgesamt haben sie in knapp vier Wochen 470 Millionen Spam-Mails versendet. Das Ergebnis sieht auf dem ersten Blick mager aus: Nach drei Wochen und 350 Millionen Mails haben sie gerade einmal 28 Verkäufe im wert von 100 Dollar gehabt. Die Kaufwilligen haben jedoch eine Fehlermeldung bekommen, wenn sie in der Onlineapotheke die Bestellung bestätigen wollten.
Wenn man aber die Ausmaße des Botnetzes in Betracht zieht, wird das dennoch zu einer lukrativen Einnahmequelle. Die Studie beruht nur auf 1,5 Prozent des Storm-Netzes. So werden aus knapp 100 Dollar am Tag schnell 7.000, wenn man es hochrechnet – im Jahr 3,5 Millionen. Was die Spammer empfindlich treffen würde, wäre es ihre Kosten in die Höhe zu treiben. Es gibt jedoch noch keine Strategien, wie man das bewerkstelligen könnte, ohne die anderen Internetuser zu beeinträchtigen.
Auch wenn "Storm" zurzeit weniger aktiv ist, als noch vor ein paar Jahren, schätzen die Experten, dass rund 98 Prozent aller versendeten E-Mails Spam sind.
Dieser Kommentar ist ein Beispiel für das, was ich seit Juni 2008 gegen Honorar leiste. Ich kommen-tiere dosenfleischfrei und reize damit ‘Gurus’ und andere große Tiere zur Weißglut. Denn meine Kommentare beziehen sich auf den Zusammenhang. Wenn ich darf, hinterlasse ich die Internetadresse meines Auftraggebers. Wenn nicht, dann plaziere ich auf jeden Fall die Rechtschreibreform ignorierend meine Schlußformel, die dann wie ein ‘Biß der Woche’ in den Suchergebnissen der Suchmaschinen herumgeistert:
Hans Kolpak
Innovative Bausoftware