GmbH Gründung

GmbH Gründung
© Gunnar Wrobel

Bei vielen Firmengründungen wird die Rechtsform der Gesellschaft mit beschränkter Haftung, kurz GmbH genannt, gewählt. Der große Vorteil einer GmbH Gründung liegt darin, dass der oder die Gesellschafter nicht mit ihrem Privatvermögen haften müssen. Es wird lediglich mit dem Kapital der GmbH gehaftet. Obwohl es sich im rechtlichen Sinne um eine Gesellschaft handelt, kann eine GmbH auch von einer einzelnen Person gegründet werden. Die Anzahl der Gesellschafter spielt bei der GmbH Gründung überhaupt keine Rolle. Es muss aber auf jeden Fall ein Stammkapital von 25.000 Euro aufgebracht werden. Dieser Betrag kann als Einlage auf einem Konto oder in Form von Sachwerten, wie beispielsweise Werkstätten oder Bürogebäude aufgebracht werden. Jede GmbH muss einen einzigartigen Namen haben und der Stammsitz muss in Deutschland sein. Des Weiteren müssen alle Gesellschafter mindestens 18 Jahre alt und voll geschäftsfähig sein.

Einen Gesellschaftsvertrag schließen
Bei der GmbH Gründung muss ein notarieller Gesellschaftsvertrag geschlossen werden. In dem Vertrag müssen eine Beschreibung des Unternehmens, der Firmensitz, die Höhe des Stammkapitals und die Höhe der Einlagen von jedem Gesellschafter aufgeführt sein. Nachdem der Gesellschaftsvertrag geschlossen wurde, veranlasst der Notar die Eintragung der GmbH in das Handelsregister beim zuständigen Amtsgericht. Dazu ist neben den Angaben im Gesellschaftsvertrag auch noch die Benennung eines Geschäftsführers und eines Handlungsbevollmächtigten erforderlich.

Im Anschluss daran muss die GmbH noch beim zuständigen Gewerbeamt und der zuständigen Kammer angemeldet werden.

Die GmbH beim Finanzamt anmelden
Nach der GmbH Gründung muss das Unternehmen unverzüglich beim zuständigen Finanzamt angemeldet werden. Es sind nämlich Körperschafts-, Gewerbe- und Umsatzsteuern abzuführen. Außerdem muss der Geschäftsführer Einkommenssteuer abführen. In einigen Fällen wird sogar die Kapitalertragssteuer fällig. Das Gehalt, das der Geschäftsführer erhält, kann aber steuerrechtlich vom Gewinn der GmbH abgezogen werden. Es fallen also nur Steuern auf den realen Gewinn des Unternehmens an. Damit es nicht zu Missverständnissen und Problemen kommt, sollte sich mindestens einer der Gesellschafter mit dem geltenden Steuerrecht gut auskennen. Ansonsten wird die Hilfe eines Steuerberaters erforderlich.


Marketingerfolg mit wenig Geld

Marketingerfolg mit wenig Geld
© spin spin

Man kann zum Beispiel eine ganze Stadt über Nacht mit Kleiderbügeln bestücken, um auf eine neue Modekollektion aufmerksam zu machen. Man kann auf einem Fundraising-Kongress Geld verschenken, dass die Leute spenden dürfen, an wen auch immer sie wollen: Eines haben alle diese Maßnahmen gemeinsam. Sie sorgen dafür, dass die Initiatoren schnell zum Gespräch werden. Man redet über sie. Man zeigt sich überrascht. In aller Regel sind die Reaktionen auf eine dieser augenscheinlich spontanen Aktionen positiv.

Guerilla Marketing nennt sich das Ganze, wenn man mit einer ungewöhnlichen und kreativen Idee quasi über Nacht und aus dem "Untergrund" heraus zum Gesprächsthema wird. Das Schöne daran: Man wird schnell bekannt und mit positiven Attributen wie "kreativ" oder "innovativ" in Verbindung gebracht. Und es gibt wenige Unternehmen, die sich nicht genau diese Attribute auf die Fahne schreiben.

Aber Vorsicht: Guerilla-Aktionen sind in aller Regel nur von kurzer Aufmerksamkeitsdauer. Sie sind gut, wenn man auf sich aufmerksam machen will zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt – etwa zu einer Geschäftseröffnung, zu einer Vorstellung eines neuen Produktes oder aber um auf ein Event hinzuweisen. Dazu sind diese kleinen verrückten Marketing-Einsätze perfekt.

Langfristig betrachtet sollten auch Guerilla-Marketing-Aktionen in die Marketing- und Kommunikationsstrategie eines Unternehmens eingebunden werden. Denn Kreativität an sich hat noch keinen Wert. Erst wenn die Kreativität eingesetzt wird, um einem Ziel zu dienen, dann wird das eine runde Sache.


Unternehmens-Check: SWOT-Analyse

Unternehmens-Check: SWOT-Analyse
© jean-louis zimmermann

Der Begriff SWOT-Analyse erklärt sich am besten aus dem Akronym selbst. Auch wenn klare und leicht verständliche Darstellungen immer vorteilhaft sind, erschließt sich aus der englischen Wortkombination Strengths-Weaknesses-Opportunities-Threats das Anliegen wirklich auf einen Blick. Die Worte Stärken-Schwächen-Chancen-Bedrohungen sind genau das, was prioritär bei einem Unternehmens-Check aufgezeigt werden sollte. Bei der SWOT-Analyse geht es um eine Positionsbestimmung und gleichzeitige Strategieentwicklung unter Berücksichtigung aller Eventualitäten, der positiven wie der negativen.

SWOT-Analyse in Großunternehmen
Nicht nur Gründer, sondern auch etablierte Unternehmen nehmen im laufenden Geschäftsbetrieb SWOT-Analysen vor. Die vier Säulen der Analyse dienen der modernen Strategiefindung. Stärken und Schwächen werden präzise untersucht, aus den Ergebnissen dieser Untersuchung ergeben sich Chancen, aber auch zu beachtende Risiken, die immanent vorliegen, also in der Unternehmensstruktur selbst begründet sind. Man könnte denken, dass solche Risiken leicht zu eliminieren wären, doch manchen Strukturen eines Unternehmens sind nicht zu verändern. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre eine Firma, die mit Gefahrstoffen arbeitet, die zur Produktion benötigt werden. Dieses Risiko wird dauerhaft vorhanden bleiben und muss einkalkuliert werden, wenn die entsprechende Produktionslinie fortgesetzt wird. Externe Risiken sind ebenfalls Bestandteil der SWOT-Analyse. Große Unternehmen führen ständig solche Analysen durch, sie gehören zur regelmäßigen Planung. Auch Gründer und Kleinunternehmer sind gut beraten, ihre Struktur gelegentlich auf den Prüfstand zu stellen.

Vorgehensweise
Die vorgefundenen Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen werden aufgelistet, analysiert und dann in eine Matrix eingetragen. Hierbei geht es darum, die gegenseitige Beeinflussung auch grafisch darstellen zu können. Eine vektorielle Darstellung per Matrix lässt Schlüsse auf einen Blick zu. Das Unternehmen betrachtet bei der SWOT-Analyse seine Umwelt (nicht nur die physische, sondern auch die wirtschaftliche, soziale und juristische Umwelt) und die eigenen internen Strukturen. Beeinflussungen ergeben sich zwischen innen und außen sowie zwischen einzelnen Faktoren untereinander, die wiederum innen und außen angeordnet sein können. Äußere Kräfte sind als exogen, also weitgehend unabhängig, zu betrachten. Das leuchtet zunächst ein, allerdings versuchen Unternehmen, auch auf die juristische und soziale Umwelt Einfluss zu nehmen, indem sie Lobby-Verbände bilden. Die bei der SWOT-Analyse vorgefundenen inneren Bedingungen können viel leichter beeinflusst werden, wenn auch nur in Grenzen (siehe oben). Ziel der Analyse ist es, Chancen und Risiken in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen.


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